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Bademäntel sind ein wesentlicher Bestandteil des Entspannens, sei es nach einer Dusche oder einfach während dem Rumhängen zu Hause. Wie können schnell erkennen, dass das Kleidungsstück nach dem Duschen eigentlich kein modernes Kleidungsstück ist. In der Geschichte sind verschiedene Darstellungen von diesen Gewänden bis hin zur frühen Zeit zu finden. Heutzutage gelten Bademäntel als Symbol für Luxus und Komfort, wobei sie nicht nur zum Abtrocknen getragen werden sondern auch darüber hinaus über die Jahre hinweg im Alltag oder im Kosmetikbereich angewendet werden. Schauen wir uns die Geschichte des Bademantels etwas genauer an.

Etymologie

Das Wort Bademantel stammt aus dem Französischen Wort “manteau”.  Während dieser Begriff sich an die Kleidung von Damen richtet brauchen Sie Sich dennoch keine Sorgen zu machen, da Mäntel und Bademäntel geschlechtsneutrale Kleidungsstücke sind. Mittlerweile gibt es verschiedene Ausführungen von Bademänteln für Herren; somit werden Bademäntel nicht als Bademäntel nur für Damen oder nur für Herren wahrgenommen.

Wenn wir auf das französische Wort “manteau” näher eingehen definiert es in vielen Sprachen und Kulturen ein lockeres und fliessendes Kleidungsstück mit Ärmeln.

Das Antike Griechenland

Das Antike Griechenland ist sozusagen die Heimat der ersten Beispiele für den Bademantel. Im 9. Jhd. v. Chr. trugen Griechen hellfarbene Mäntel mit Mustern, die den Wohnort – genannt Chitons – der Träger reflektierten.

Was diese alten Mäntel von den modernen Bademänteln unterscheidet sind die Ärmel. Wir wissen zwar, dass Menschen im Antiken Griechenland verschiedene Kombinationen von Umhängen und Togen trugen, doch verwendeten sie auch den Vorgänger unserer Bademäntel in Form von dünnen und leichten Stoffen.

Das Antike Rom

In Antiken Zeiten trugen die Römer Mantel-ähnliche Kleidungsstücke und hatten somit vieles mit der antiken griechischen Kultur gemeinsam. Die antiken Römer trugen die Mäntel unter ihren Togen zu besonderen oder feierlichen Anlässen, um ihren sozialen Status zu zeigen. Lange Mäntel mit farbigen Streifen wurden von Personen getragen, die einer höheren Klasse und einem höheren sozialen Status angehörten.

Das Antike Japan

Japanische Kimonos kommen dem modernen Bademantel vom Design her am nahesten. Die Gestaltung von diesen Mänteln wird immer noch stark von Kimonos beeinflusst. Dieses Kleidungsstück hatte einen großen Einfluss und veränderte die Sichtweise der ganzen Welt daraufhin, wie es getragen werden konnte.

Kimonos tauchen zum ersten Mal in der Heian-Zeit in Japan zwischen ungefähr 800 und 1000 n. Chr. auf. Der Heian-Kimono wurde mit einer Schneidertechnik namens geradliniger Methode hergestellt. Diese neue Methode war eine Revolution für den Kleidungsstil der Japaner. Bevor der Kimono entdeckt wurde trugen Japaner Blusen und Jacken zu Hosen und Röcken. Mit dem Kimono, der den ganzen Körper bedeckt, kam eine neue Kleidungsform zu Tage und wurde zu einer einteiligen Alternative und gleichzeitig ein Unisex-Kleidungsstück. Diese Tatsache beruhigte die Hersteller, da sie dadurch ihre Waren effektiver und einfacher herstellen konnten.

Diese Einheitsgrößen werden in der Herstellung von Bademänteln immer noch angewendet, wobei auch Bademäntel in verschiedenen Konfektionsgrößen für Damen und Herren angefertigt werden. Kimonos wurden in Japan als traditionelles Kleidungsstück bei Zeremonien, Teepartys, Hochzeiten und anderen besonderen Anlässen getragen. Der Rest der Welt trägt den Kimono jedoch in der Regel zu besonderen Anlässen oder als Freizeitbekleidung.

China und Japan sind bekannt für ihre alten und neuen Kimonos, insbesondere weil die Kleidungsstücke aus natürlicher Seide mit einer meisterhaften Handwerkskunst und aufwendigen Details entworfen werden. Das Färben, Nähen und Gestalten von Kimonos stellt in diesen beiden Ländern aufgrund ihrer umfangreichen Geschichte einen Ausdruck der Kunst dar.

 

 

Die Jüngste Geschichte in Europa

Beeinflusst durch ihre Vorfahren begannen die Europäer den Mantel in ihren Alltag einzuführen. Im 12. und 13. Jhd. begannen  Mitglieder der Kirche und Akademiker diese Roben zu tragen. Mitglieder der katholischen und orthodoxen Kirche trugen die Soutane, einen Vorläufer der heutigen Gewänder. Soutanen werden noch heute vom Klerus bei besonderen Anlässen und Zeremonien getragen.

Im 12. Jhd. gründeten Geistliche die Grundlagen der modernen Universitäten. Aus diesem Grund wurde auch die Tradition des Tragens dieser Roben mit übernommen. Nach einer Weile begannen Studenten als auch Lehrer der Universitäten die Mäntel auch in ihrem Alltag zu tragen. Heute jedoch werden sie nur noch bei Abschlussfeiern verwendet.

In vielen europäischen Ländern tragen Anwälte und Richter im Gerichtsaal Roben. In den Vereinigten Staaten tragen Richter ebenfalls Roben, während Anwälte in normaler Alltagskleidung eintreten dürfen.

Der Bademantel in der Modernen Zeit

Der Banyan aus dem 18. Jhd – ein Morgenmantel, Robe de Chambre oder Nachthemd für Herren – hat einen direkten Einfluss auf den modernen Bademantel. Er wurde meistens zu Hause über einem Shirt und einer Hose getragen. Die Inspiration hierzu kam aus Japan, wobei der Kimono von Importeuren nach Europa eingeliefert wurde. Der Banyan hatte ein lockeres, T-förmiges Design im Stil eines Kimonos. Die Hauptauswahl für dessen Stoff waren in der Regel Baumwolle, Leinen oder Seide.

Während dem 18. Jhd. war der Banyan unter Intellektuellen und Philosophen sehr berühmt. Herren liessen sich sich mit Banyans abbilden und verteidigten die Überlegung, dass locker ansitzende Kleidungen die geistigen Fähigkeiten unterstützten. Viele Portraits dieser Zeit zeigen Männer in bunten Banyans. Frauen verbesserten die Idee von Banyans noch weiter und begannen, taillierte Banyans aus luxuriösen Stoffen mit exquisiten Verzierungen zu tragen.

 

Der heutige Bademantel

Als im 18. Jhd. immer mehr Menschen begannen Banyans zu tragen, kamen auch Experimente mit verschiedenen Stoffen an das Tageslicht. Letztlich wurden die Mäntel in einer dickeren und wärmeren Ausführung entwickelt, was das Kleidungsstück vielseitiger machte. Mit dieser neuen Eigenschaft begannen wir von nun an den Bademantel auch zum Abtrocknen nach dem Bad zu verwenden. Im Laufe der Zeit wurde Baumwolle eine der Hauptoptionen für diese dickeren Alternativen. Aufgrund der weichen und bequemen Eigenschaften der Baumwolle wurden diese neuen Bademäntel hauptsächlich als Material zum Trocknen nach dem Bad und als Freizeitkleidung im Haus angesehen. Bademäntel aus Baumwolle bieten sowohl Herren als auch Damen eine elegantere und bequemere Alternative für ihre Bedürfnisse im Bad.

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