Die türkische Badekultur von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Anders als bekannt sind Hamams nicht nur Orte zum waschen und pflegen, sondern auch Stätten von sozialen und kulturellen Veranstaltungen und haben im Leben der Türken über Gesundheit und Körperpflege hinaus immer einen wichtigen Stellenwert. Diese Badestätten haben in der türkischen Kultur einen wertvollen Platz und sind im Besitz einer Vergangenheit, die viele Jahre v. Chr. zurückzuführen ist.

Sogar in den klassischen “türkischen Yeşilçam Filmen” sind diese Hamams zu sehen und werden zu Orten von lustigen Szenen. Dort sieht man den Hamam als einen Unterhaltungsort mit gefüllten Weinblättern, Teigwaren, Musik und Tanz. In diesem Bericht möchten wir untersuchen wie sich diese Badekultur von der Vergangenheit bis zur Gegenwart entwickelt und verändert hat.   

 

Man hat früh erkannt, dass Wasser der menschlichen Gesundheit gut tut. Genauso wie Essen und Trinken ist auch die Körperpflege ein natürlicher Bedarf des Menschen. Deshalb hat man mit den Errichtungen von Wasserkomplexen wie Badestätten und Heilquellen begonnen. 

Obwohl die Badestätten in der Regel zum waschen und pflegen genutzt wurden, kam es jedoch in jeder Epoche je nach den Wünschen und Bedürfnissen des Volks zu Veränderungen.  Vor allem wurde die Architektur dieser Hamams aus religiösen Gründen verändert und diese Stätten wurden gleichzeitig vom Volk als ein sozialer Versammlungsort betrachtet. 

 

Das Wort  “Hammam” bedeutet im Arabischen “Badezimmer”, wohingegen das Wort “hamam” im Hebräischen eine Ableitung des Wortes “warm” ist. Kurzum wird Hamam als “Platz zum Waschen, Reinigen und Heilen” definiert. Es ist bis in die Vergangenheit zurückzuführen, dass einerseits das Waschen vor Krankheiten schützte und andererseits warmes Wasser und Dampf als Behandlung der Krankheiten verwendet wurden. Es ist bekannt, dass im IV. Jhd. v. Chr. in Griechenland solche Badestätten gefunden wurden.

Zu dieser Zeit wurden sie als Bauten in Form von Zentren mit großen Flächen für sportliche und kulturelle Veranstaltungen angesehen, deren eigentliche Architektur sich in der Römischen Zeit entwickelt hat. Laut den Funden von Historikern und Archäologen hat man in Mesopotamien, Babylon, Indien und im alten Ägypten unabhängige Gebäude zum waschen entdeckt. Gebäude mit großem Volumen, ein sich selbst aufwärmendes System und Gebäude mit warmem Wasser waren Eigenschaften, die erst mit der römischen Architektur aufgetreten sind.      

Badestätten in der römischen Zeit 

Badestätten in der römischen Zeit Während in Rom im 1. Jhd. v. Chr. monumentale Hamamgebäude entdeckt wurden, wurden im Jahr 33 v. Chr. 170 Badestätten gezählt. Diese Stätten waren komplexe Gebäude und beinhalteten Statuen, Schwimmbäder, große und kleine Gärten sowie Bibliotheken im Inneren. In dieser Epoche wurden Badestätten als Austragungsorte für Sportwettkämpfe verwendet. An Feiertagen jedoch wurden dort Gedichte vorgeführt und Lieder gesungen. Sie trugen also die Eigenschaften eines Kulturzentrums. Der größte Hamam der Weltgeschichte heißt “Diclaotianus” und ist 11 Hektar groß, das heißt ungefähr 14 Mal so groß wie ein Fußballfeld. 

Der anatolische türkische Hamam

Die anatolischen türkischen Badestätten trennen sich in zwei: Badestätten mit natürlich warmem Wasser und Badestätten, in denen das Wasser mit einem System aufgewärmt wird. Die Badestätten, welche direkt auf warme Quellbrunnen errichtet werden und in der Regel als gesundheitlichen Gründen besucht werden, nennt man Heilbäder. Wie auch schon vorher erwähnt wurden die anatolischen türkischen Hamams nicht nur als Waschraum, sondern auch als kultureller und sozialer Veranstaltungsort für Unterhaltungen, Geburten, Hochzeiten und dergleichen verwendet.

Dies zeigt uns den Stellenwert und den Standort des Hamams in der türkischen Kultur. Heutzutage werden sie eher zu Gesundheits- und Schönheitszwecken genutzt. Um den Bedürfnissen und Behandlungen der jetztigen Zeit antworten zu können werden in den Badestätten mittlerweile warme und kalte Schwimmbäder, Aromatherapien, Sauna, Spa, Schlamm, Algen, Lehm, Honig, Massagebereiche und Körperpflegen angeboten. Die Römer installieren in ihre Badestätten ein sich selbst aufheizendes System und erstellten somit den Hamam. Später entwickelt dies sich mit der Kombination der osmanischen Kultur und deren Architektur zum nun bekannten “türkische Hamam”.   

 

Im Hamam, welcher in unserer Kultur einen bestimmten Platz einnimmt, werden heutzutage weiterhin viele Sitten und Veranstaltungen für Brautpaare, Geburten, Säuglinge durchgeführt. Vergessen Sie nicht Sich nach dem Hamam in den Homelover Badetüchern wohlzufühlen. 

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