Der interessante Herstellungsprozess von Bade- und Handtüchern

Bade- und handtücher sind ein ‘must have’ eines jeden Badezimmers. In diesem Beitrag werden wir uns über deren Herstellung unterhalten. 

Stoffe mit einer als „Flor“ bezeichneten Struktur, die dadurch gebildet werden, dass die Fäden in Form von Schlaufen oder Quasten auf dem Stoff platziert werden und aus dem Grundmaterial herausragen, um ein andere Oberflächenstruktur zu erzeugen, werden als „Florstoffe“ bezeichnet. Decken, Teppiche, Samtstoffe und Handtücher gehören ebenfalls zu dieser Kategorie. Durch Veredlungsverfahren wie zum Beispiel Bürsten oder Federn erhalten Decken diese Florstruktur. Samtstoffe werden in der Regel hergestellt, in dem die geformten Schlaufen angeschnittenen werden und deren Enden mit einem zusätzlichen Garnsystem an der Materialoberfläche befestigt werden. Teppiche können so ähnlich hergestellt werden oder es werden durch Methoden wie Nadel- oder Stickverfahren nicht-gewebte Oberflächen konstruiert.  

Stoffe 

StoffeHandtücher sind Endprodukte, die durch Web- oder Strickverfahren in Kombination mit einem Garnsystem hergestellt werden. Hier ist die Oberfläche mit einem Flor in Schlaufenform versehen. Samtige Produkte enstehen durch das Anschneiden dieses Flors. Handtücher sind Textilprodukte in verschiedenen Breiten und Längen; Stoffe, die auf allen vier Seiten gewebt oder gestrickt werden. Sie können sowohl einseitig als auch zweiseitig gestapelt werden und finden in der Regel zu Trocknungszwecken Verwendung. Die physikalischen Eigenschaften von Frottee und glatt gewebten oder gestrickten Stoffen sind bis auf einige Merkmale – die nur bei Handtüchern zu finden sind – fast gleich. Diese Merkmale können als verschiedene Begriffe wie Saumrand, Floreffizienz und kurzem Schlaufenabstand definiert werden. 

 

In der Produktion verwendete Rohstoffe 

Handtuchstoffe sollten Eigenschaften wie Wasseraufnahmefähigkeit, hohe Nassfestigkeit, gute Farbaufnahme, hohe Farbechtheit, Waschbarkeit, Sanftheit und antiallergische Funktionen beinhalten.

Baumwolle ist für die Handtuchproduktion das am meisten verwendete Material, da diese Garne all diese Eigenschaften am besten aufweisen können. Als Alternative zu  Baumwolle können auch Fasern wie Modal, Bambus, Lyocell, Soja, Mais, Algen und Leinen in der Handtuchproduktion verwendet werden, wenn auch nur zu einem geringen Anteil. Es könnten sogar Bambusfasern verwendet werden, da sie auch weich, antibakteriell und sehr saugfähig sind. Diese Alternative ist aber noch nicht weit verbreitet, da die Produktionsmenge zur Zeit noch sehr gering ist.

Andererseits ist die Trockenfestigkeit von Flachs höher als bei Baumwolle und auch die Nassfestigkeit steigt um 25 % genau wie bei Baumwolle. Zusätzlich kann diese Faser mit ihrer sehr hohen Saugfähigkeit zur Herstellung einiger speziellen Massage- und Saunatücher verwendet werden, obwohl sie aufgrund dessen, dass sie schwer zu finden sind und des langen Verarbeitungsprozesses nicht sehr verbreitet ist.  

In der Produktion ist die Verwendung von künstlichen und synthetischen Mischgarnen begrenzt. Polyester/Baumwollmischungen können selten für Produkte auf dem Fußboden oder bei regelmäßig gewaschenen Hotelhandtüchern verwendet werden.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sie gegen häufiges Waschen beständig sind und die Anti-Schrumpf-Eigenschaften nach jedem Waschen verbessert werden. Zusätztlich wurden in den vergangenen Jahren bei der Handtuchherstellung Garne aus Mikrofilament-Polyester unter die Baumwolle gemischt, da diese Garne das 5-7-fache des eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen können.     

Die Verwendung von Modalfaser aus 100 % Buchenholzzellulose in der Produktion hat ebenfalls in den letzten Jahren zugenommen. Die betreffende Faser hat Eigenschaften wie sehr hohe Samtheit, Wasseraufnahmefähigkeit, Farbbrillianz nach dem Färbprozess, hohe Farbechtheit und Pflegeleichtigkeit im Gegensatz zur Baumwolle.

Zusätzlich hat diese Faser den Vorteil, dass bei Untermischung zur Baumwolle Probleme wie Ersteifung und Vergilbung nach regelmäßigem Waschen im großen Rahmen gelöst werden. 

 

Herstellungsprozess

HerstellungsprozessDer Produktionsprozess besteht im Allgemeinen aus den Phasen Garn, Weben oder Stricken, Veredeln und Konfektion. 

Generell wird der Webprozess beim Herstellen von Frottee-Artikeln bevorzugt.  Da in der Handtuchherstellung meist Naturfasern in Form von Rohstoffen verwendet werden, ist die Vorbehandlung ein sehr wichtiger Verarbeitungsschritt. Während der Färbungsphase können Färbe- und Druckverfahren in gewebter Form durchgeführt werden, oder die Produktion wird direkt mit gefärbten Stoffen durchgeführt. Da Frottee-Produkte aufgrund des Einsatzortes eine hohe Wasserlöslichkeit, Weichheit und Farbechtheit aufweisen sollten, wird der Veredlungsprozess unter Berücksichtigung dieser Eigenschaften durchgeführt.   

In der Konfektionsphase kommen die Handtücher nach dem Veredlungsprozess in Form von Stoffballen an. Hier folgen im weiteren Verlauf die Schritte wie Längsschneiden, Längsnähen, Querschneiden und Quernähen. Zunächst werden die Handtücher, die nebeneinander gereiht zu einem Stoffballen gewebt wurden, mit Hilfe einer speziellen Maschine der Länge nach geschnitten, um voneinander getrennt zu werden. Danach werden die langen Kanten nach innen gefaltet und in einer anderen Maschine vernäht. Dann werden diese aneinandergereihten Handtücher der kurzen Kante nach abgeschnitten. Diese werden ebenfalls nach innen gefaltet und genäht.    

 

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